Johann Friedrich Böttger Das Meissener Porzellan ®

Um 1701 lässt August der Starke den vermeintlichen Goldmacher Johann Friedrich Böttger in Gewahrsam nehmen und nach Dresden bringen. Der sich immer in Geldnöten befindende Monarch verlangte von Böttger die Herausgabe die Umwandlung von unedlen Metallen in pures Gold, was ihm natürlich nicht gelingen konnte. Um 1704 wurde nun auch der Hofphysiker Herr von Tschirnhaus zur Beaufsichtigung des Goldmachers herangezogen, bis September 1707 sträubte Böttger eine gemeinsame Arbeit mit dem Hofphysiker. Erst auf höheren Befehl und Angst vor dem Galgentod begann Böttger die Mitarbeit.
Meissner Porzellan Im Dezember 1707 kam der König in das neue, für von Tschirnhaus eingerichtetes Forschungslaboratorium in den Kassematten (heute Brühlsche Terrasse) und ließ sich die Tschirnhaussche Erfindung vorführen. Das Jahr 1708 brachte aber den wesentlichen Fortschritt der Arbeit, da sich zwei Mineraliensendungen als besonders geeignet erwiesen. 1709 meldet Böttger die Erfindung des weißen Porzellans, dem „weißen Gold“, erfunden wurde es aber durch Ehrenfried Walther von Tschirnhaus der kurz davor verstorben war. Anschließend gründete sich Porzellan Manufaktur Meissen.
Albrechtsburg in Meissen Um die Rezeptur vor der Welt geheim zu halten wurde um 1710 als erste Produktionsstätte die Albrechtsburg in Meissen gewählt mit Böttger als Administrator. Aus gleichem Grund wurden stets nur wenige Mitarbeiter mit jeweils einem Bruchteil des Geheimnisses vertraut gemacht. Trotzdem gelangte es dem Arkanisten Samuel Stöltzel die Rezepturen nach Wien zu bringen. Mit ihm entstand dort 1718 die erste Konkurrenz für Meissen. Um das Meissener Porzellan zweifelsfrei identifizieren zu können und leicht erkennbar zu machen, führte man die weltberühmten „Gekreuzten Schwerter“ als Markierung ein.
Die gekreuzten Schwerter - das Markenzeichen des Meissner Porzellans In der Folgezeit erfuhren die "Gekreuzten Schwerter" nur noch unwesentliche Veränderungen. Zeitweilig wurden Sterne, Punkte, Ziffern oder andere Zeichen hinzugefügt, dies oft entsprechend den Wünschen der jeweiligen Manufakturdirektoren. Durch die kontinuierliche Fertigung bis zum heutigen Tag werden die "Gekreuzten Schwerter" häufig zu Recht als die älteste in Gebrauch befindliche Marke bezeichnet. Neben der umfangreichen Produktion an Prunk und Schmuckgeschirr für den Bedarf des Dresdner Hofes wurden seit der Zeit August des Starken auch Miniaturen und Prunkfiguren für repräsentative und dekorative Zwecke hergestellt. Seitdem ist die Herstellung von Tischfiguren aus "Meissener Porzellan" ein wichtiger Produktionszweig der Manufaktur.
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Das Dresdner Stollenmesser
Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen