Stadtgeschichte Dresden Stadtgeschichte Dresden

Über 800 Jahre ist es her, dass die heutige sächsische Landeshauptstadt zum ersten Mal in einer mittelalterlichen Urkunde (um 1206) erwähnt wurde. So wird das Alter der Stadt von diesem Datum an berechnet, obwohl erst 1216 in einer Urkunde der Begriff „Stadt“ enthalten ist. Vorerst bestand die Befestigung aus einem Palisadenwall und einem Stadtgraben. Im Raum zwischen dem Mauerbau entstand der so genannte Zwinger, ein Gelände von Gräben durchzogen.
Stadtgeschichte Dresden Die damalige Bezeichnung war Dresdene; sie ist vermutlich vom slawischen Begriff „Dreždany“ („Auwaldbewohner“) abgeleitet, mit dem ursprünglich die Bewohner des Ortes bezeichnet worden waren. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Dresden nie geplündert oder zerstört, aber durch Pest und Hunger sowie die allgemeine wirtschaftliche Stagnation in seiner Entwicklung wesentlich gestört. Dresden entwickelte sich von einer kleinen mittelalterlichen Siedlung zur Renaissance Stadt bis hin zur prachtvollen barocken Residenz wie man sie heute noch als Stadtkulisse erlebt, deshalb wird Dresden auch als das Elbflorenz benannt.
August der Starke In der augustäischen Epoche, die 1694 mit der Regentschaft von Friedrich August I, auch bekannt als August der Starke begann, erreichte Dresden seine Blütezeit. Viel Geld wurde für die Hofhaltung und prunkvolle Feste ausgegeben, was viele Händler und Handwerker in die Stadt lockte. Bedeutende Gebäude, wie der Zwinger, die Frauenkirche, das Taschenbergpalais, das Holländische- später Japanische Palais und Schloss Pillnitz entstanden, die Residenzstadt weiter ausgebaut. Und als eine der ersten deutschen Städte besaß Dresden damals öffentlich zugängliche Museen, die zum Vorbild vieler anderer wurden. 1705 wurde eine Malerschule gegründet, aus der die Dresdener Kunstakademie hervorging.
Dresdner Zwinger Die Dresdener Kunstsammlungen, vor allem die Porzellansammlung, die Pretiosensammlung im Grünen Gewölbe, die Gemäldegalerie, die Antikensammlung, das Kupferstichkabinett, wurden entsprechend dem Zeitgeschmack ausgebaut und gehören, dank der Sammelleidenschaft Augusts, seitdem zu den reichsten und größten Europas.
Sommerpalais im Großen Garten Auch Friedrich August II. hatte die Sammelleidenschaft und prunkvolle Hofhaltung zu eigen. Er ließ die Katholische Hofkirche erbauen und erweiterte die Gemäldesammlung beträchtlich. Auch er erlangte die polnische Königskrone, deren Erwerb ebenso wie bei seinem Vater Millionen von Talern verschlang. Unter der Herrschaft von Kurfürst Johann Georg III. entstand der Große Garten, der ursprünglich als Jagdgarten angelegt wurde. Heute befinden sich in der Anlage der Zoologische Garten, der botanische Garten, das Sommerpalais und der Carolasee mit Rudergelegenheit.
Augustusbrücke Ab 1806 war Dresden die Hauptstadt eines von Napoleons Gnaden zum Königreich erhobenen Sachsens. 1812 ließ dieser eine Truppenparade abhalten, die Stelle auf der er vor der Hofkirche stand markiert heute noch ein gekennzeichneter Pflasterstein. Nach der Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig kapituliert die französische Besatzung. Nach der Reichsgründung erfassten die so genannten Gründerjahre auch Dresden. Die bedeutendste Neugründung dieser Zeit war die aus dem Bankhaus Michael Kaskel hervorgegangene Dresdner Bank.
Das zerstörte Dresden Im zweiten Weltkrieg wurde Dresden in einem verheerenden Bombenangriff fast völlig zerstört. In vier systematisch aufeinander folgenden Angriffswellen wurde die Stadt von mehr als 1300 Flugzeugen bombardiert. Dabei verloren nachweislich bis zu 25.000 Menschen ihr Leben. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. Einige historisch wertvolle Gebäude wurden wieder aufgebaut, viele andere aber, als großbürgerliche Protzbauten bezeichnet und trotz genügend vorhandener, wiederaufbaufähiger Bausubstanz gesprengt. Es gelang aber trotzdem einigen beherzten Bürgern unter verschiedenen Vorwänden, so manche Ruine zu retten und für einen späteren Wiederaufbau zu sichern.
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